Mechthild Gläser

Mechthild Gläser

Kurz und knapp

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren und hat Politik, Geschichte und Wirtschaft studiert. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie außerdem ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie liebt es, sich abstruse Geschichten auszudenken und hat früh damit begonnen, sie aufzuschreiben. Inspiration dafür findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.

Ausführlicher

Schon als Kind habe ich wahnsinnig gerne und viel gelesen. Ich besaß einen Ausweis für die Bibliothek der Kirchengemeinde und schleppte von dort so ziemlich alles nach Hause, was mir halbwegs interessant erschien. So las ich mich durch Momo, die Unendliche Geschichte, Madita oder Hanni und Nanni. Später dann kamen neben Harry Potter und anderen Fantasyromanen vor allem die Werke von Jane Austen dazu, von der ich auch heute noch ein großer Fan bin. Bücher waren für mich immer so etwas, wie kleine Wunder. Es faszinierte mich, dass ganze Welten zwischen ihrem Papier verborgen lagen. Mechthild Gläser, Autorin des Fantasy-Romans Stadt aus Trug und SchattenDie Idee, selbst etwas zu schreiben, kam mir mit etwa vierzehn Jahren. Damals besuchte ich die Theatergruppe der Schule und unsere Lehrerin schrieb ein Stück für uns. Als ich das erfuhr, begriff ich, dass es Menschen sind, die hinter all den Geschichten stehen, die ich so liebe. Menschen, wie zum Beispiel Lehrerinnen. Das mag vielleicht seltsam klingen, doch das war der Moment, in dem ich mich an meinen Schreibtisch setzte und ebenfalls ein Theaterstück fabrizierte, das besagter Lehrerin so gut gefiel, dass wir es mit unserer Theatergruppe aufführten. Als nächstes (mit mittlerweile 15) beschloss ich, dass es nun auch ein Roman werden sollte und verfasste ein Märchen mit Einhörnern, Feen, Glitzerstaub und allem, was dazugehört. Mit seeeehr breiten Seitenrändern und extrem großer Schrift streckte ich das Ding auf ungefähr hundertachtzig Seiten und nannte es Buch. Allerdings erkannte ich relativ schnell, wie unausgegoren meine Geschichte war. Mit sechzehn begann ich deshalb einen neuen Roman, bei dem alles besser werden sollte. Und besser war er anscheinend wirklich: Als ich die Hälfte davon fertig hatte, bewarb ich mich, blauäugig wie ich war, bei mehreren Agenturen und hatte unverschämtes Glück. Kurz nach meinem siebzehnten Geburtstag unterzeichnete ich den Vertrag mit meiner heutigen Agentur. Natürlich hoffte ich, dass nun auch die erste Veröffentlichung bald folgen würde, doch so war es leider nicht. Tatsächlich dauerte es noch über sieben Jahre und zweieinhalb weitere Manuskripte bis ich meinen ersten Verlagsvertrag bekam. Mit „Stadt aus Trug und Schatten“ ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen und ich hoffe, dass ich noch viele weitere Bücher schreiben darf.


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